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Amflora unter Polizeischutz ausgebracht

Obwohl die Mehrheit der Deutschen genveränderte Pflanzen wie die Kartoffel Amflora nicht will, wurde Montagmorgen unter Polizeischutz mit ihrer Anpflanzung begonnen. 15 Hektar eines Ackers bei Bütow (Mecklenburg-Vorpommern) sollen bis zum Abend mit Gen-Kartoffeln bepflanzt werden. Mehrfache Protestaktionen von Greenpeace sowie Risiken für Umwelt und Menschen blieben unbeachtet.

"Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner darf dem Anbau der umstrittenen Gen-Kartoffel nicht zusehen, sondern soll ihn untersagen. Die Kartoffel ist unzureichend auf ihre Sicherheit geprüft und daher riskant. Ministerin Aigner weiß auch, dass es längst sichere und bessere Kartoffelsorten für die Herstellung von Stärke gibt, die ganz ohne Gentechnik gezüchtet wurden und ebenso für die Stärkeproduktion geeignet sind. Die Gen-Kartoffel ist schlichtweg überflüssig.", erklärt Martin Hofstetter, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace.

Auch das Schweriner Agrarministerium fordert ein Verbot der umstrittenen Kartoffel. Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) lehnt Amflora ab und möchte auf der Konferenz der Länder-Agrarminister ab 29. April in Plön (Schleswig-Holstein), klare Anbauregeln einfordern. Im Gentechnik-Gesetz gibt es derzeit keine Regelung für Feldabstände oder Haftungsbestimmungen für Gen-Kartoffeln. Ohne solche Regelungen kann eine Vermischung zwischen Amflora und konventionellen Kartoffeln nicht kontrolliert werden.

Die schwarz-gelbe Regierung ignoriert diese Gesetzeslücke. Aber nicht nur das, ein Gutachten im Auftrag von Greenpeace, nach dem die Zulassung der Kartoffel gegen EU-Recht verstößt, interessiert sie offensichtlich auch nicht. "Wer politische Verantwortung trägt, darf in dieser Frage nicht teilnahmslos bleiben", mahnt Hofstetter.

Das Problem: FDP, CDU und CSU sind sich im Bundestag innerhalb der Koalition nicht einig. Die FDP kritisiert die CSU dafür, dass sie in einem Papier den kommerziellen Anbau genveränderter Pflanzen ablehnt. Die Unionsfraktion gibt dagegen ein "flammendes Plädoyer" für grüne Gentechnik ab, so dpa. "Es wird höchste Zeit, dass die CSU für Klarheit in den eigenen Reihen sorgt", fordert die FDP.

Statt sich über die Kartoffel zu streiten, sollte die Bundesregierung den weiteren Anbau untersagen. Damit wäre allen geholfen: Politik, Verbrauchern, Bauern, Umwelt und auch der Industrie. "Die größten deutschen Stärkeverarbeiter haben bereits erklärt, die Gen-Kartoffel nicht verwenden zu wollen", weiß Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. Keiner will die Knolle, weil sie gefährlich ist und nur Ärger macht.

Quelle: Greenpeace

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Mittwoch, den 21.04.10 |

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